Modul 1: Filmtag für Lehrkräfte

Dies ist eine Archivseite der 7. SchulKinoWochen Hessen 2013! 

Schule des Sehens – Filmvermittlung im Unterricht

 

    • Veranstaltungsort: Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main
    • Termin: Montag, 18. Februar 2013, 08:45 – 17:15 Uhr
    • Das diesjährige Thema: Filmisches Sehen praktisch üben.
    • Kosten: 15,00 Euro, inkl. Getränke & Mittagsimbiss

Das diesjährige Thema ist „Filmisches Sehen praktisch üben“: Spielerisch und unaufdringlich erzählen uns Filme Geschichten, die uns als Dokumentation oder Fiktion angeboten werden. Ein Film informiert, formt unser ästhetisches Empfinden und löst Gefühle aus, die uns zum Lachen oder Weinen bringen, die Angst machen, die aber auch Identifikation erzeugen. Mit welchen Mitteln schafft ein Film diese Wirkung? Und – nehmen wir diese überhaupt wahr? Welche Fähigkeiten und Kenntnisse sind notwendig, um Filmisches Sehen auszubilden? Wir laden dazu ein, Film in seiner facettenreichen Erzählkunst kennen zu lernen, das Kino als Lernort zu nutzen, um Bedeutung und Wirkung von Film zu erforschen, sich über Herstellungsbedingungen von Film zu informieren und mehr über Prinzipien filmischen Erzählens zu erfahren.
Der Filmtag bietet umfassende Informationen über Didaktik und Methoden der Filmbildung/Filmvermittlung und stellt filmpädagogische Herangehensweisen für den Unterricht vor, um SchülerInnen zu einem kompetenten Umgang mit Film zu fördern. Darüber hinaus bietet der Filmtag ausreichend Gelegenheit, sich auszutauschen, und macht auf die vielfältigen Angebote der SchulKinoWochen Hessen aufmerksam.

 

Das Programm


08:45 – 09:10 Uhr: Ankunft und Eintragen für Teilnahme in Workshops


09:10 – 09:20 Uhr: Begrüßung


09:20 09:50 Uhr: Impulsreferat mit Diskussion zum Thema „Filmisches Sehen praktisch üben“.
Erfahrungsbericht und Herangehensweisen aus dem Fachbereich Filmvermittlung/Filmbildung


09:50 – 10:00 Uhr: Kaffeepause


10:00 – 12:30 Uhr: Workshops | Workshop 3,4,5 sind nur ganztägig buchbar!

 Workshop 1 | Über Film Sprechen: Fokus Animation

Kurzfilme eignen sich gut zur Filmvermittlung im Unterricht. Am Beispiel von animierten Kurzfilmen werden Animationstechnik, filmische Prinzipien wie Strukturen des Films, Kameraeinstellung, Licht und Schatten, Montage und Tonkulissen analysiert und thematische Fragen diskutiert. Die TeilnehmerInnen erfahren praktische Anregungen für die Filmeinführung und lernen unter-schiedliche Methoden der Filmvermittlung kennen.

Gruppengröße: max. 50 TeilnehmerInnen

Referent: Dr. Julian Namé, Filmpädagoge und Soziologe

Bitte wählen Sie für den Nachmittag Workshop 6 oder 7 aus!

 Workshop 2 | Zwischen Dokumentarischem und Inszeniertem

Angesichts der Präsenz des (Pseudo-)Dokumentarischen in den Medien und einer immer größer werdenden Bandbreite dokumentarischer Formate wird zunächst der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert der Dokumentarfilm in der Medienbildung einnimmt. Des Weiteren wird die mediale Selbstinszenierung junger Menschen – zum Beispiel in sozialen Netzwerken im Internet – thematisiert und wie dies die Arbeit von Dokumentarfilmschaffenden, FilmvermittlerInnen und PädagogInnen beeinflusst. Zur Illustration werden Ausschnitte aus aktuellen dokumentarischen (Kurz)filmen gezeigt.

Gruppengröße: max. 15 TeilnehmerInnen

Referent: Dr. Carsten Siehl, Filmwissenschaftler und Medienpädagoge

Bitte wählen Sie für den Nachmittag Workshop 6 oder 7 aus!

 Workshop 3 | Einführung in Grundlagen der Filmdramaturgie

Am Anfang eines jeden Films steht das Drehbuch. Es werden filmdramaturgische Grundlagen und einschlägige Drehbuchmodelle vermittelt: Wie setzt sich das Erzählgerüst zusammen? Wo werden die Wendepunkte – Plot Points – gesetzt? Anhand von Filmbeispielen werden die theoretischen Grundlagen veranschaulicht. Im Praxisteil des Seminars werden die Teilnehmer selbst kreativ. In einfachen Übungen zum szenischen Schreiben entwickeln sie erste eigene Ansätze für eine filmische Geschichte. Beispiele aus dem Animationsfilm ergänzen die Schreiberfahrung. Die Übungen eignen sich für die spätere Umsetzung im Unterricht.

Gruppengröße: max. 20 TeilnehmerInnen

Referentinnen: Eva Lia Reinegger, Filmdramaturgin | Uschi Rühle, Filmwissenschaftlerin

 Workshop 4 | Motive verknüpfen. Zur Arbeit mit Filmstills und Filmausschnitten im Unterricht.

Wie werden in Filmen Städte gezeigt, Bewegungen gefilmt oder Trennungen inszeniert? An einfachen Motiven, die einen Bezug zur Alltags- und Medienerfahrung der SchülerInnen herstellen, lässt sich das Medium Film auf vielfältige Weise erkunden. Der Vergleich von Fragmenten – Filmstills oder Filmausschnitten – vermittelt einen Einblick in unterschiedliche ästhetische Formen und Möglichkeiten, mit Filmen etwas zu erzählen oder zu zeigen. Die Arbeit mit Filmausschnitten hat viele Vorteile: sie lässt sich in die kurze Zeit einer Schulstunde integrieren und ermöglicht eine Konzentration auf die formale Gestaltung des Films, die die Wahrnehmung der Inhalte bestimmt und für ein Verständnis des Mediums wesentlich ist. Zudem kommt den Sehgewohnheiten der Netzgeneration entgegen, die Filmen im Internet oft zuerst in Ausschnitten, Bildern, Trailern begegnet und sie kann als Einführung in Filmpraxis dienen. Die Methode des Vergleichs von motivähnlichen Filmfragmenten wird an verschiedenen Beispielen erprobt.

Eine Veranstaltung von VISION KINO in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

Gruppengröße: max. 20 TeilnehmerInnen

Referentin: Bettina Henzler, Filmwissenschaftlerin und Filmvermittlerin

 Workshop 5 | Mit der Schulklasse Filme machen

Diese Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte, die Film-Projekttage anbieten oder Unterrichtsinhalte filmpraktisch vermitteln wollen. Nach einer Einführung in die Filmgeschichte und -pädagogik wird durch unterschiedliche Beispiele aufgezeigt, welche Möglichkeiten sich für den Lernraum Schule anbieten. Es werden Fragen von der geeigneten Technik (Kamera, Schnitt) über die notwendigen Arbeitsmaterialien bis hin zu gegebenenfalls notwendiger fachlicher Unterstützung geklärt. Im zweiten Teil des Workshops wird in einem gemeinsamen kreativen Arbeitsprozess durch verschiedene filmpraktische Übungen (Schwerpunkt Animation) exemplarisch erforscht, wie ein Filmprojekt an einer Schule umgesetzt werden kann und welche Erkenntnisse sich aus einem solchen Projekt für die SchülerInnen ergeben.

Gruppengröße: max. 15 TeilnehmerInnen

Referent: Urs Daun, Dipl. Sozialpädagoge, Studium der Visuellen Kommunikation an der HfG Offenbach


12:30 – 13:30 Uhr: Mittagsimbiss | Möglichkeit zum Besuch der Dauerausstellung (ohne Führung)


13:30 – 16:45 Uhr: Workshops

 Workshop 3

Wird fortgesetzt.

 Workshop 4

 Wird fortgesetzt.

 Workshop 5

 Wird fortgesetzt.

 Workshop 6 | Über Film sprechen

KRIEGERIN | D 2011 | 105 Min. | Buch und Regie: David Wnendt | Drama
FBW-Prädikat „besonders wertvoll“ | FSK 12 | empfohlen ab 14
Filmgespräch mit Regisseur David Wnendt (angefragt)

Aus dem Programm der SchulKinoWochen Hessen 2013: Schnell, „nah dran“ und schonungslos erleben wir die 20-jährige Marisa, die sofort zuschlägt, wenn ihr jemand dumm kommt. Ihren Hass auf die „Gesellschaft“ lässt Marisa vor allem an Ausländern aus. Doch ihr Angriff auf zwei junge Asylbewerber löst eine Kette von Ereignissen aus…

Der Film beleuchtet wichtige Ursachen der Entstehung von Fremdenhass und Rechts-extremismus. Dabei spart er die von den entsprechenden Ideologien ausgehende Faszi-nationskraft nicht aus und zeigt, dass rechte Tendenzen längst Teil aller Gesellschaftsschichten sind. Die Teilnehmenden erfahren Hintergründe zur Filmproduktion und handlungsorientierte Methoden, filmisches Erzählen zu vermitteln.

Gruppengröße: max. 50 TeilnehmerInnen

Referent: Holger Twele, Filmpublizist und Filmpädagoge

Bitte wählen Sie für den Vormittag Workshop 1 oder 2 aus!

 Workshop 7 | SpielFilmPioniere: Stummfilme vertonen mit SchülerInnen

Im Sommer 2012 hat das Deutsche Filmmuseum im Rahmen des Projekts SpielFilmPioniere mit drei Frankfurter Schulen mehrere kurze Stummfilme vertont. Im Workshop werden Ablauf des Projekts und die dabei entstandenen Vertonungen der Schüler vorgestellt und Möglichkeiten der konkreten Umsetzung eines ähnlichen Projekts an anderen Schulen aufgezeigt. Ergänzt wird der Workshop durch praktische Übungen: Gemeinsam wird der Einsatz von Musik und Ton an ausgewählten Filmbeispielen analysiert und ein kurzer Stummfilm exemplarisch vertont. Geeignet für alle Schulformen.

Die Fortbildung steht im Zusammenhang mit dem Projekt SpielFilmPioniere – ein Vermittlungsprojekt für Kinder und Jugendliche zum frühen Film, ein Projekt des Deutschen Filminstituts, gefördert von der Robert Bosch Stiftung und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Robert Bosch Stiftung

Gruppengröße: max. 20 TeilnehmerInnen

ReferentIn: Dr. Andrea Haller, Kuratorin Deutsches Filminstitut | Dr. Julian Namé, Filmpädagoge und Soziologe

Bitte wählen Sie für den Vormittag Workshop 1 oder 2 aus!


15:15 – 15:30 Uhr: Kaffeepause


16:45 – 17:15 Uhr: Abschluss und Vorstellung der Ergebnisse


17:15 – 18:00 Uhr: Führung durch die Dauerausstellung | Optional, Anmeldung erforderlich!


Wir freuen uns, dass zum Filmtag so viele interessierte Lehrkräfte den Weg nach Frankfurt ins Filmmuseum gefunden haben, um sich filmästethisch weiterzubilden!

Anmeldung erforderlich!
Bitte geben Sie Ihre gewünschten Workshops an und ob Sie an der Führung Dauerausstellung teilnehmen.

Bitte senden an:
Deutsches Filminstitut | Projektbüro SchulKinoWochen Hessen
Christine Moser | moser@deutsches-filminstitut.de oder Fax: 069 961220-669

Überweisung des Teilnahmebeitrags bis zum 8. Februar 2013.

Kontoinhaber: Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Wiesbadener Volksbank | Kontonummer: 891 703 | BLZ: 510 900 00
Verwendungszweck: Anmeldung Filmtag 18.02. + Name

Information über Angebote zur Fortbildung:
Christine Moser | Tel. 069 961220-688 | moser@deutsches-filminstitut.de

Den Flyer zum Filmtag für Lehrkräfte als PDF zum Herunterladen finden Sie >>hier<<.